Lexikon Finanzierung/ Fremdwährungskredit
Fremdwährungskredit
Ein Fremdwährungskredit ist ein Kredit, der in einer anderen als der eigenen Währung aufgenommen wird. Die Schuld kann sich somit durch Wechselkursveränderungen vergrößern oder verkleinern.
Die Aufnahme eines Fremdwährungskredites setzt ein deutlich höheres Wissen über finanzwirtschaftliche Zusammenhänge als ein Kredit in der eigenen Währung voraus.
Die Zinsen in der Fremdwährung (idR Schweizer Franken oder Japanischer Yen) setzen sich aus dem jeweiligen LIBOR und dem Aufschlag (Marge) zusammen. Der LIBOR (London Interbank Offered Rate) stellt jenen Wert dar, unter welchen sich die Bank in dieser Währung refinanziert. Der LIBOR wird täglich für unterschiedliche Laufzeiten und Fremdwährungen festgelegt. Für die Fremdwährungsfinanzierung sind der 1-Monats-LIBOR und der 3-Monats-LIBOR von Bedeutung.
Der Vorteil der Fremdwährungsfinanzierung liegt vor allem in der Möglichkeit von Ersparnissen bei den Zinsen und Währungsgewinnen.
Das Risiko liegt zum einen in den möglichen Währungsverlusten, zum anderen auch darin, dass sich der Tilgungsträger nicht wie prognostiziert entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass das Zinsniveau in der Fremdwährung höher wird als jenes im EURO.
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Eine kompetente Beratung durch einen Finanzierungsspezialisten ist im jeden Fall empfehlenswert.
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