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Investment/ Aktien

Aktien


Langfristig die rentabelste Veranlagungsform

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherechte sichert (Beteiligungspapier). Der Kurs einer Aktie ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse, er repräsentiert den Wert des Unternehmens.

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Sie sind risikobereit und wollen hohe Gewinne?
Mit dem Kauf von Aktien erwerben Sie Anteilsrechte an einer Aktiengesellschaft und profitieren am wirtschaftlichen Erfolg.

Wie erhalten Sie Ihre Gewinne?
Durch Aktienerwerb können Sie Ihr Kapital vermehren. Ein Teil der von der Aktiengesellschaft erzielten Gewinne wird nämlich in Form einer Dividende an Sie ausgeschüttet. Als Miteigentümer der Gesellschaft können Sie allerdings auch von unvorhergesehenen Verlusten getroffen werden. Aber als Aktionär haben Sie dafür das Recht, durch Abgabe Ihrer Stimme in der Hauptversammlung an der Verwaltung der Gesellschaft mitzuwirken.


Ihre gesetzlichen Rechte als Aktionär:

Das Auskunftsrecht
Jedem Aktionär ist auf Verlangen in der Hauptversammlung Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben, die mit dem Gegenstand der Generalversammlung in Zusammenhang stehen.

Das Stimmrecht
Grundsätzlich erwirbt sich jeder Aktionär das Stimmrecht in der Hauptversammlung. Das Gewicht der abgegebenen Stimme hängt vom gehaltenen Anteil am Aktiengrundkapital ab. Beschlüsse der Hauptversammlung werden getroffen, wenn sie durch die Mehrheit der abgegebenen Stimmen gedeckt sind, soweit nicht Gesetz oder Satzung andere Mehrheitserfordernisse vorsieht.

Das Bezugsrecht
Wird das Grundkapital der Aktiengesellschaft durch Ausgabe neuer Aktien erhöht, hat jeder Aktionär das Recht auf einen entsprechenden Teil der neuen Aktien, der seinem bisherigen Anteil am Grundkapital entspricht.

Recht auf Beteiligung am ausgeschütteten Gewinn
Der Aktionär hat Anspruch auf den seiner Beteiligung entsprechenden Anteil am Reingewinn, der im Jahresabschluss ausgewiesen wird und zur Ausschüttung gelangt. Diese Dividenden unterliegen der Kapitalertragssteuer (KESt), die in Österreich 25 % beträgt.

Recht auf Beteiligung am Liquidationserlös
Bei der Liquidation einer AG werden zuerst sämtliche Gläubiger befriedigt. Der nach der Begleichung aller Verbindlichkeiten verbleibende Reste des Vermögens wird verwertet und der Erlös auf die Aktionäre aufgeteilt.


Wichtig für Börsenneulinge

Um das Risiko, das mit einem Aktieninvestment verbunden ist, einigermaßen kontrollierbar zu machen, sollten Sie folgende 10 goldene Regeln beachten:

Regel 1: Mindestkapitaleinsatz
Die Anlagesumme soll mindestens 5.000 € betragen, da bei niedrigeren Beträgen die anfallenden Fixspesen zu hoch sind.

Regel 2: Keine Spekulation auf Kredit
Der Aktienkauf sollte über genügende Reserven an Eigenkapital erfolgen und nur solche Beträge binden, die in absehbarer Zeit nicht für die Lebensführung benötigt werden.

Regel 3: Langfristig anlegen
Wenn Sie den angelegten Betrag kurzfristig oder zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen sollten, ist diese Anlageform für Sie nicht ratsam.

Regel 4: Risiko streuen
Nicht die gesamte Summe auf einen einzigen Aktienwert setzen. Die richtige Streuung über unterschiedliche Länder und Branchen bringt eine Risikoreduktion.

Regel 5: Keine dividendenlosen Aktien kaufen
Unternehmen, die keine Dividende zahlen, sind in der Regel mit einem höheren Risiko behaftet und gelten deshalb als eher spekulativ.

Regel 6: Standardwerte vor Spezialwerte
Grundsätzlich sollte der Börsenneuling eher auf Blue Chips (Großunternehmen mit hoher Börsenkapitalisierung) setzen. Diese Werte haben den Vorteil, dass hier genügend Liquidität am Markt vorhanden ist und die Schwankungen im Allgemeinen geringer sind.

Regel 7: Amtlicher Markt bevorzugt
Beim Marktsegment sollte der Anleger eher Werte wählen, die in den großen Indizes enthalten sind. In diesem Bereich gibt es höhere Publizitätsanforderungen und eine transparentere Kursbildung.

Regel 8: Keine Panikverkäufe bei Kurseinbrüchen
Jeder Neuaktionär sollte so oft wie möglich den Kurs seiner Aktien verfolgen. Bei vorübergehenden Kurseinbrüchen sollen Anleger nicht panisch reagieren und sofort verkaufen, sondern Kursrückschläge „aussitzen“, zumindest dann, wenn der wirtschaftliche Erfolg nicht gefährdet ist. Gerade in Phasen kurzfristiger Kursverluste bieten sich Gelegenheiten, Qualitätsaktien günstig zu kaufen. Grundsätzlich soll man das Grundprinzip „Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen“ beachten. Zu diesem Zweck soll man sich unbedingt mit den gängigen Ordertypen (Bestens, Limit, Stop-Buy, Stop-Loss, Good Till Cancel, etc.) auseinandersetzen und weiterführende Fachliteratur studieren.

Regel 9: Qualifizierte Beratung
Vor dem Kauf von Aktien soll sich der Börsenneuling in jedem Fall den Rat von professionellen Anlageexperten einholen. Auch Recherchen in Fachmagazinen oder sonstigen Qualitätsmedien sind zu empfehlen.

Regel 10: Fortlaufende Information ist alles
Von besonderer Bedeutung ist nach dem Kauf von Aktien die fortlaufende Information des Anlegers. Direktinvestments in Aktien sind für Personen nicht zu empfehlen, die nicht die Zeit oder das Interesse haben, sich laufend mit ihrer Geldanlage zu beschäftigen.

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